Dramatisches 3:3 im Signal Iduna Park: Deniz Undav zerstört Dortmunds Siegträume mit spätem Hattrick November 23, 2025 Hans Maiet 0 Reacties 0 Delen In einem Bundesliga-Abend voller Tempo, Emotionen und unerwarteter Wendungen gelang es Deniz Undav, Kapitän des VfB Stuttgart, mit einem spektakulären Hattrick, ein 3:3-Unentschieden gegen Borussia Dortmund zu erzwingen. Vor 81.000 Zuschauern im nahezu ausverkauften Signal Iduna Park boten beide Teams ein packendes Duell, das bis zur letzten Minute offenblieb. Die Gastgeber aus Dortmund, trainiert von Nuri Şahin, wähnten sich bereits als sichere Sieger, nachdem sie zur Halbzeit mit 2:0 führten und in der 89. Minute sogar erneut in Front gingen. Doch Stuttgart – unter der Leitung von Niko Kovač – bewies einmal mehr, warum die Schwaben in dieser Saison zu den unangenehmsten Gegnern der Liga gehören. Im Mittelpunkt stand ein Mann: Deniz Undav, deutscher Nationalspieler, Torjäger und inzwischen absolute Führungsfigur beim VfB. Mit drei Treffern – darunter einem Last-Minute-Ausgleich – sorgte er für eines der spektakulärsten Remis der bisherigen Saison. Dortmund dominiert die erste Hälfte – Can und Beier treffen Die Partie begann intensiv, aber ohne klare Chancen für eines der beiden Teams. Dortmund kontrollierte den Ballbesitz über weite Strecken, während Stuttgart versuchte, über Konter zur Geltung zu kommen. Das erste große Ausrufezeichen setzte Emre Can, Kapitän des BVB, der in der 31. Minute einen Elfmeter sicher verwandelte. Vorausgegangen war ein Schubser von Undav gegen Nico Schlotterbeck, den der Videoassistent bestätigte. Nur wenige Minuten später erhöhte Maximilian Beier, einer der BVB-Neuzugänge aus der TSG Hoffenheim, auf 2:0. Nach einer schnellen Kombination war der junge Stürmer zur Stelle und schob aus kurzer Distanz ein – Dortmund war im „Flow“, Stuttgart dagegen wirkte geschockt. Mit dem 2:0 ging es in die Pause, und die Stimmung im Stadion war optimistisch. Alles sah danach aus, dass Dortmund einen wichtigen Sieg im Kampf um die oberen Tabellenplätze einfahren würde. Stuttgarts Wiederauferstehung – Undav startet die Aufholjagd Doch die Reaktion des VfB nach dem Seitenwechsel war beeindruckend. Kaum zwei Minuten waren gespielt, als Bilal El Khannouss, Marokkos Nationalspieler und eines der spannendsten Talente der Bundesliga, einen perfekten Steckpass auf Undav spielte. Der Stürmer blieb eiskalt und verkürzte auf 2:1. Dortmund wirkte überrascht – Stuttgart witterte seine Chance. In der 62. Minute war es erneut Undav, der nach einem starken Dribbling von Maximilian Mittelstädt, Nationalspieler und Linksverteidiger des VfB, zum 2:2 einschob. Der Ausgleich war inzwischen mehr als verdient, denn die Schwaben dominierten weite Teile der zweiten Halbzeit. Innerhalb von nur zwanzig Minuten war der vermeintlich sichere BVB-Vorsprung dahin. Adeyemi trifft spät – doch Undav hat das letzte Wort Als das Spiel in die Schlussphase einbog, übernahm Dortmund wieder die Kontrolle. Ein Distanzschuss von Julian Brandt strich knapp vorbei, ein Kopfball von Niclas Füllkrug landete am Außennetz. In der 89. Minute gelang schließlich der vermeintliche Lucky Punch: Joker Karim Adeyemi tauchte nach einem direkten Vorstoß von Jamie Bynoe-Gittens frei vor dem Tor auf und verwandelte zum 3:2. Der Jubel im Signal Iduna Park war ekstatisch – man glaubte, der Sieg sei in der Tasche. Doch Deniz Undav hatte andere Pläne. In der 91. Minute, als Dortmund nur noch versuchte, den Ball vom eigenen Strafraum fernzuhalten, nutzte Undav seine letzte Chance. Nach einem unübersichtlichen Getümmel setzte er sich robust durch und schob den Ball an Gregor Kobel vorbei ins Netz – 3:3! Die mitgereisten VfB-Fans brachen in Jubel aus, während die Dortmunder Anhänger fassungslos waren. Ein Spiel, das schon entschieden schien, endete dramatisch im Remis. Statistische Analyse: Undav überperformt – Dortmund verzweifelt an Effizienz Ein Blick auf die Daten zeigt die bemerkenswerte Leistung des Stuttgarter Kapitäns: Undavs xG-Wert: 0,9 → tatsächlich 3 Tore Dortmund xG: 2,91 → tatsächlich 3 Tore Stuttgart xG: 1,48 → tatsächlich 3 Tore Dortmund erspielte sich deutlich mehr Hochkaräter, doch Stuttgart verwertete seine Chancen überdurchschnittlich effizient – allen voran Undav. Bemerkenswert: Sechs seiner Bundesliga-Tore erzielte er gegen Borussia Dortmund – gegen keinen anderen Gegner traf er häufiger. Zum ersten Mal in seiner Karriere erzielte er zudem in zwei aufeinanderfolgenden Bundesliga-Spielen mindestens zwei Treffer. Einordnung: Welche Bedeutung hat dieses 3:3 im Bundesliga-Kontext? Für Dortmund ist das Unentschieden ein herber Rückschlag. Im Kampf um die Champions-League-Plätze zählt jeder Punkt, und Spiele, in denen man zweimal führt, darf man nicht aus der Hand geben. Die defensive Instabilität bleibt ein großes Thema – trotz individueller Klasse von Schlotterbeck, Hummels und Kobel. Für Stuttgart hingegen bestätigt das Remis den Status als ernsthafter Kandidat für die oberen Tabellenregionen. Unter Niko Kovač zeigt die Mannschaft eine enorme Mentalität und offensive Durchschlagskraft. Spieler wie El Khannouss, Mittelstädt und Undav bilden inzwischen einen der gefährlichsten Offensivverbünde der Liga. Spieler des Spiels: Deniz Undav Es gibt keinen Zweifel: Deniz Undav war der überragende Mann dieser Begegnung. 3 Tore 8 Abschlüsse 90 % Passquote Ständiger Unruheherd für die BVB-Abwehr Sein Auftritt wird nicht nur VfB-Fans, sondern auch Bundestrainer Julian Nagelsmann freuen – die EM 2028 rückt näher, und Stürmer dieser Effizienz sind selten. Verwante Tags Borussia Dortmund Stuttgart BVB